Bettina Martin – Daseinsvorsorge, Wohnen und Ortsentwicklung im Wahlkreis 36
THEMA 8 VON 10 · WAHLKREIS 36
Bettina Martin: Daseinsvorsorge, Wohnen und Ortsentwicklung im Wahlkreis 36
Wahlkreis 36 – Vorpommern-Greifswald V verbindet sehr unterschiedliche Orte. Pasewalk übernimmt Funktionen für ein größeres Umland, während Strasburg, Löcknitz und Penkun ebenfalls wichtige Versorgungsaufgaben wahrnehmen. Hinzu kommen zahlreiche kleinere Gemeinden und Dörfer.
Diese Struktur macht Daseinsvorsorge zu einer grundlegenden Zukunftsfrage. Nicht jede Einrichtung kann in jedem Ort vorhanden sein. Gleichzeitig darf die Entfernung zu wichtigen Angeboten nicht dazu führen, dass das Leben in kleineren Gemeinden dauerhaft an Attraktivität verliert.
Pasewalk als Mittelzentrum
Der zweite Entwurf 2026 zur Fortschreibung des Regionalen Raumentwicklungsprogramms Vorpommern ordnet Pasewalk als Mittelzentrum ein. Mittelzentren übernehmen wichtige Versorgungsfunktionen für ihr Umland.
Dazu können beispielsweise weiterführende Bildungsangebote, Gesundheitsversorgung, Verwaltung, Handel und andere Dienstleistungen gehören.
Die zentrale Rolle Pasewalks bedeutet allerdings nicht, dass alle Entwicklung ausschließlich dort stattfinden sollte. Vielmehr braucht ein weitläufiger Wahlkreis eine funktionierende Arbeitsteilung zwischen zentralen Orten und kleineren Gemeinden.
Strasburg, Löcknitz und Penkun als Grundzentren
Im zweiten Entwurf des Regionalen Raumentwicklungsprogramms werden Strasburg (Uckermark), Löcknitz und Penkun als Grundzentren geführt.
Grundzentren sollen die Bevölkerung ihres Nahbereichs mit Leistungen des Grundbedarfs versorgen. Die Regionalplanung bezeichnet sie außerdem als Vorrangstandorte für Einrichtungen der Daseinsvorsorge und sieht vor, dass ihre angemessene Erreichbarkeit gesichert werden soll.
Der entsprechende Entwurf ist beim Regionalen Planungsverband Vorpommern veröffentlicht: Zweiter Entwurf 2026 des Regionalen Raumentwicklungsprogramms Vorpommern.
Was bedeutet Daseinsvorsorge konkret?
Der Begriff umfasst viele Bereiche des täglichen Lebens. Dazu gehören beispielsweise Schulen, medizinische Versorgung, Pflege, Feuerwehr, Wasser- und Energieversorgung, Verwaltung, Verkehr, digitale Infrastruktur und teilweise auch kulturelle oder soziale Einrichtungen.
In einem kleinen Dorf wird nicht jedes dieser Angebote unmittelbar vorhanden sein. Entscheidend ist deshalb ein ausgewogenes System: Bestimmte Leistungen bleiben wohnortnah, andere werden an zentralen Standorten gebündelt und müssen zuverlässig erreichbar sein.
Wohnen als Teil der regionalen Entwicklung
Wohnraum beeinflusst, ob Familien, Fachkräfte und ältere Menschen in einer Region bleiben oder neu zuziehen. Dabei geht es nicht nur um Neubau.
In ländlichen Orten können Sanierung und Nutzung vorhandener Gebäude eine wichtige Rolle spielen. Leerstände können gleichzeitig Herausforderung und Entwicklungschance sein.
Auch unterschiedliche Lebensphasen benötigen unterschiedliche Wohnformen. Familien suchen möglicherweise größere Wohnungen oder Häuser, während ältere Menschen barrierearme Wohnungen in der Nähe wichtiger Dienstleistungen benötigen.
Ortskerne lebendig halten
Eine Gemeinde ist mehr als eine Ansammlung von Wohnhäusern. Ortskerne, öffentliche Plätze, Einzelhandel, Gastronomie, Kultur und Begegnungsräume schaffen Identität und soziale Kontakte.
Wenn immer mehr Funktionen an den Rand eines Ortes oder in entfernte Zentren verlagert werden, können traditionelle Ortskerne an Bedeutung verlieren. Stadt- und Dorfentwicklung sollte deshalb auch Aufenthaltsqualität und Nutzung vorhandener Strukturen berücksichtigen.
Pasewalk entwickelt Freizeitangebote
Auch Freizeitflächen gehören zur Lebensqualität. Die Landesregierung berichtete im Juli 2026 beispielsweise über eine neue Grün- und Freizeitanlage für die Pasewalker Oststadt.
Solche Projekte zeigen, dass Ortsentwicklung nicht nur aus Straßen, Gewerbeflächen und Wohngebäuden besteht. Öffentliche Räume können Begegnung, Bewegung und Freizeit ermöglichen.
Kleinere Gemeinden brauchen Verbindungen
Für kleinere Gemeinden ist nicht realistisch, jede Leistung selbst vorzuhalten. Deshalb werden gute Verkehrsanbindungen und digitale Zugänge besonders wichtig.
Wer eine Verwaltungsleistung online erledigen kann, spart einen Weg. Wer mit Rufbus oder Bahn ein Grund- oder Mittelzentrum erreicht, kann dort Angebote nutzen, die im eigenen Dorf fehlen.
Damit werden Digitalisierung und Mobilität zu Werkzeugen der Daseinsvorsorge.
Bettina Martins veröffentlichter Familien-Schwerpunkt
Bettina Martin nennt ausdrücklich das Ziel, Dörfer und Städte für Familien attraktiv und lebenswert zu machen. Dieser veröffentlichte Schwerpunkt überschneidet sich mit der Frage der Ortsentwicklung.
Die darüber hinaus behandelten Aspekte einer umfassenden Daseinsvorsorge werden jedoch nicht automatisch als bereits veröffentlichte Einzelpositionen Bettina Martins dargestellt.
Frage an Bettina Martin
Wie sollen Mittelzentrum, Grundzentren und kleinere Gemeinden im Wahlkreis 36 künftig zusammenspielen, damit Daseinsvorsorge erreichbar bleibt und gleichzeitig eigenständige Entwicklungsmöglichkeiten für die Dörfer erhalten werden?
FAQ zu Daseinsvorsorge und Ortsentwicklung
Welcher Ort ist Mittelzentrum?
Im aktuellen zweiten Entwurf 2026 der Regionalplanung wird Pasewalk als Mittelzentrum eingeordnet.
Welche Orte werden als Grundzentren geführt?
Strasburg (Uckermark), Löcknitz und Penkun gehören zu den im Entwurf genannten Grundzentren.
Was ist die Aufgabe eines Grundzentrums?
Grundzentren sollen die Bevölkerung ihres Nahbereichs insbesondere mit Leistungen des Grundbedarfs versorgen und als wichtige Standorte der Daseinsvorsorge gesichert werden.
Warum ist Mobilität dafür wichtig?
Nicht alle Angebote können in jedem Dorf vorhanden sein. Deshalb müssen zentrale Einrichtungen aus den kleineren Gemeinden erreichbar bleiben.
Welche Rolle spielt Wohnen?
Wohnraum beeinflusst sowohl Familien als auch Fachkräfte und ältere Menschen. Unterschiedliche Lebensphasen benötigen unterschiedliche Wohnangebote.
Ist Daseinsvorsorge einer der vier ausdrücklich genannten Schwerpunkte Bettina Martins?
Nicht in dieser umfassenden Form. Ihr veröffentlichter Schwerpunkt zu attraktiven und lebenswerten Dörfern und Städten für Familien berührt das Thema, während weitergehende Punkte als regionale Fragen formuliert werden.
Warum sollte Stadt- und Dorfentwicklung gemeinsam betrachtet werden?
Städte und Dörfer erfüllen unterschiedliche Aufgaben und sind über Arbeit, Bildung, Einkauf, Medizin und Verkehr miteinander verbunden. Eine nachhaltige Entwicklung muss diese Beziehungen berücksichtigen.
Offizielle Quellen:
Regionaler Planungsverband Vorpommern – Zweiter Entwurf 2026
Stadt Pasewalk / Amt Uecker-Randow-Tal
Bettina Martin – Kandidatur 2026

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