Bettina Martin – Schulen, Ausbildung und Jugend im Wahlkreis 36

THEMA 3 VON 10 · WAHLKREIS 36

Bettina Martin: Schulen, Ausbildung und Jugend in Vorpommern-Greifswald V

Gute Bildung ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass junge Menschen ihre eigenen Zukunftspläne verwirklichen können. Im Wahlkreis 36 – Vorpommern-Greifswald V stellt sich diese Aufgabe unter besonderen regionalen Bedingungen. Pasewalk und Strasburg, Löcknitz und Penkun sowie zahlreiche kleinere Gemeinden bilden einen weitläufigen ländlichen Raum, in dem Bildungsqualität und Erreichbarkeit gleichermaßen wichtig sind.

Bettina Martin nennt gute Kitas und Schulen ausdrücklich als einen ihrer veröffentlichten Schwerpunkte für die Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026. Bildung ist damit ein Thema, das ihr auf Grundlage ihrer eigenen aktuellen Kandidatenseite unmittelbar zugerechnet werden kann.

Schulangebote im Wahlkreis

Pasewalk und Löcknitz verfügen über Schulen mit besonderer europäischer Ausrichtung. Das Bildungsministerium Mecklenburg-Vorpommern führt sowohl die Europaschule „Arnold Zweig“ in Pasewalk als auch das Deutsch-Polnische Gymnasium Löcknitz in seiner aktuellen Übersicht der Europaschulen des Landes.

Europaschulen sollen nach Angaben des Bildungsministeriums unter anderem Mehrsprachigkeit, internationale Erfahrungen, interkulturelle Kompetenzen und ein gemeinsames europäisches Werteverständnis fördern. Für Wahlkreis 36 ist diese Ausrichtung besonders naheliegend, weil ein Teil des Wahlkreises unmittelbar an Polen grenzt.

Die offizielle Übersicht ist hier veröffentlicht: 24 Europaschulen stärken europäische Bildung.

Freiwilliges zehntes Schuljahr in Pasewalk

Ein weiteres konkretes Bildungsangebot befindet sich an der Regionalen Schule „Arnold Zweig“ in Pasewalk. Das Bildungsministerium führt die Schule im Schuljahr 2025/2026 als Standort des freiwilligen 10. Schuljahres.

Solche Angebote können für Jugendliche eine zusätzliche Möglichkeit schaffen, einen Schulabschluss zu erreichen und ihre Chancen beim Übergang in Ausbildung oder weitere Bildung zu verbessern.

Die Standorte veröffentlicht das Bildungsministerium unter: Freiwilliges 10. Schuljahr in Mecklenburg-Vorpommern.

Bildung im ländlichen Raum bedeutet auch Erreichbarkeit

Ein gutes Schulangebot hilft nur dann allen Schülerinnen und Schülern, wenn sie es zuverlässig erreichen können. In einem Wahlkreis mit zahlreichen kleinen Gemeinden gehört deshalb der Schülerverkehr unmittelbar zur Bildungsinfrastruktur.

Für junge Menschen aus Dörfern wie Fahrenwalde, Nieden, Viereck, Zerrenthin, Ramin, Blankensee oder Rothenklempenow können längere Wege Teil des Schulalltags sein. Fahrpläne, Unterrichtszeiten und Anschlüsse müssen deshalb möglichst sinnvoll aufeinander abgestimmt sein.

Auch Freizeit- und Bildungsangebote nach Unterrichtsende sollten berücksichtigt werden. Wer für Sport, Musik, Jugendtreff oder andere Aktivitäten auf eine Rückfahrt angewiesen ist, benötigt Mobilität nicht nur zu den klassischen Schulzeiten.

Ausbildung als Verbindung zwischen Schule und regionaler Wirtschaft

Nach dem Schulabschluss stellt sich die nächste entscheidende Frage: Welche beruflichen Perspektiven gibt es in der Region? Die wirtschaftliche Entwicklung in Pasewalk, bestehende Unternehmen im gesamten Wahlkreis, Handwerk, Verwaltung, soziale Einrichtungen, Gesundheitsversorgung und andere Branchen benötigen Nachwuchs.

Deshalb kann Berufsorientierung eine wichtige Brücke zwischen Schule und regionalem Arbeitsmarkt bilden. Schülerinnen und Schüler sollten möglichst früh erfahren können, welche Berufsbilder und Ausbildungsplätze in ihrer Umgebung vorhanden sind.

Dies wird besonders relevant, wenn durch neue Unternehmensansiedlungen zusätzliche Tätigkeitsfelder entstehen. Wirtschaftsförderung und Bildungspolitik können langfristig nur gemeinsam erfolgreich sein, wenn Unternehmen geeignete Fachkräfte finden und junge Menschen attraktive berufliche Perspektiven erhalten.

Deutsch-polnische Bildung als besondere Chance

Das Deutsch-Polnische Gymnasium in Löcknitz verdeutlicht eine Besonderheit des Wahlkreises: Bildung kann hier unmittelbar grenzüberschreitend gedacht werden. Sprachkenntnisse und Erfahrungen mit dem Nachbarland können sowohl persönlich als auch beruflich von Bedeutung sein.

In einer Region nahe Szczecin können Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kompetenzen beispielsweise für Unternehmen, Verwaltung, Tourismus oder grenzüberschreitende Projekte interessant sein.

Daraus entsteht eine weitergehende Frage: Wie lassen sich die besonderen europäischen Möglichkeiten des Wahlkreises noch stärker in Bildung und Berufsorientierung einbinden?

Jugend braucht auch Räume und Beteiligung

Bildung endet nicht mit dem Unterricht. Jugendliche benötigen Orte, an denen sie sich treffen, Sport treiben, Kultur erleben und eigene Ideen verwirklichen können. Gerade in kleineren Gemeinden können solche Angebote begrenzt sein.

Deshalb betrifft Jugendpolitik auch Vereinsförderung, Mobilität, digitale Angebote und Beteiligungsmöglichkeiten. Wenn junge Menschen ihre Gemeinde mitgestalten können und erleben, dass ihre Anliegen ernst genommen werden, kann dies ihre Bindung an den Wohnort stärken.

Frage an Bettina Martin

Welche konkreten Schritte sind aus ihrer Sicht erforderlich, damit Kinder und Jugendliche in Pasewalk, Strasburg, Löcknitz, Penkun und den umliegenden Gemeinden unabhängig von ihrem Wohnort gute Bildungsangebote erreichen und anschließend attraktive Ausbildungs- und Berufsperspektiven in der Region finden?

Eine Zukunftsfrage für den Wahlkreis

Für die Region ist entscheidend, ob junge Menschen Bildungserfolg und berufliche Zukunft miteinander verbinden können. Wer für Studium oder spezielle Ausbildung zeitweise wegzieht, sollte gleichzeitig eine realistische Möglichkeit haben, später in eine wirtschaftlich und gesellschaftlich attraktive Heimatregion zurückzukehren.

Dazu gehören Arbeitsplätze ebenso wie Wohnraum, Mobilität, Kultur, Familienangebote und digitale Infrastruktur. Bildungspolitik ist daher ein Ausgangspunkt für viele weitere Fragen der regionalen Entwicklung.

FAQ: Bildung und Jugend im Wahlkreis 36

Ist Bildung ein offizieller Schwerpunkt Bettina Martins?

Ja. Gute Bildung durch gute Kitas und Schulen gehört zu den Schwerpunkten, die sie selbst für ihre Kandidatur 2026 veröffentlicht hat.

Welche Europaschulen gibt es im Wahlkreis?

Das Bildungsministerium führt 2026 unter anderem die Europaschule „Arnold Zweig“ in Pasewalk und das Deutsch-Polnische Gymnasium Löcknitz.

Was ist am Standort Pasewalk besonders?

Die Regionale Schule „Arnold Zweig“ gehört im Schuljahr 2025/2026 zu den Standorten des freiwilligen zehnten Schuljahres.

Warum ist die Grenzlage für Bildung interessant?

Sie eröffnet Möglichkeiten für Sprachenlernen, internationale Projekte und deutsch-polnischen Austausch. Im späteren Berufsleben können solche Kompetenzen in einer grenzüberschreitenden Wirtschaftsregion ebenfalls von Nutzen sein.

Warum gehört Mobilität zum Bildungsthema?

Weil Jugendliche aus kleineren Gemeinden ihre Schulen und außerschulischen Angebote zuverlässig erreichen müssen. Lange Wege und unpassende Anschlüsse können Bildungs- und Freizeitmöglichkeiten einschränken.

Ist die Stärkung bestimmter Ausbildungsberufe ein veröffentlichtes Versprechen Bettina Martins?

Auf dieser Seite wird keine solche konkrete Zusage unterstellt. Ausbildung und Berufsorientierung werden als regionale Zukunftsfragen behandelt.

Was kann junge Menschen langfristig in der Region halten?

Eine Kombination aus guter Bildung, Ausbildungsmöglichkeiten, Arbeitsplätzen, bezahlbarem Wohnen, Mobilität, Kultur, Freizeit und gesellschaftlicher Beteiligung kann die Attraktivität einer Region für junge Menschen beeinflussen.

Offizielle Quellen:
Bildungsministerium – Freiwilliges 10. Schuljahr
Bildungsministerium – Europaschulen 2026
Bettina Martin – Schwerpunkte 2026

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