Bettina Martin – Wirtschaft und gute Arbeitsplätze im Wahlkreis 36
THEMA 1 VON 10 · WAHLKREIS 36
Bettina Martin: Wirtschaft, Industriepark und gute Arbeitsplätze in Vorpommern-Greifswald V
Wirtschaftliche Entwicklung und gute Arbeitsplätze gehören zu den zentralen Zukunftsfragen im Wahlkreis 36 – Vorpommern-Greifswald V. Der Wahlkreis umfasst Pasewalk, Strasburg (Uckermark), die Gemeinden des Amtes Uecker-Randow-Tal sowie das grenznahe Amt Löcknitz-Penkun. Damit treffen unterschiedliche wirtschaftliche Voraussetzungen aufeinander: ein wachsender Industrie- und Gewerbestandort in Pasewalk, kleinere Unternehmen und Handwerksbetriebe, Landwirtschaft, Dienstleistungen und zahlreiche ländliche Gemeinden.
Für Bettina Martin ist dieses Thema zugleich unmittelbar mit ihrer veröffentlichten Kandidatur zur Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026 verbunden. Auf ihrer Kandidatenseite nennt sie ausdrücklich die Stärkung der Wirtschaft in der Region sowie sichere und gut bezahlte Arbeitsplätze als einen ihrer Schwerpunkte. Damit gehört Wirtschaftspolitik zu den Bereichen, die ihr persönlich als öffentlich benannte politische Priorität zugerechnet werden können.
Der Industriepark Berlin-Szczecin als aktuelles Großprojekt
Besondere Aufmerksamkeit richtet sich 2026 auf den Industriepark Berlin-Szczecin in Pasewalk. Am 21. August 2026 übergab das Land Mecklenburg-Vorpommern einen Förderbescheid über rund 22 Millionen Euro für die Erschließung des zweiten Bauabschnitts. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums belaufen sich die Gesamtinvestitionen auf rund 25 Millionen Euro.
Auf einer Fläche von ungefähr 100 Hektar sollen Voraussetzungen für weitere Unternehmensansiedlungen und größere Industrievorhaben geschaffen werden. Das Wirtschaftsministerium nennt aktuell rund 700 Arbeitsplätze am Standort und beschreibt die Perspektive, diese Zahl auf bis zu 1.000 Arbeitsplätze zu erhöhen.
Damit handelt es sich um ein Projekt, das weit über die Stadtgrenzen Pasewalks hinaus Bedeutung gewinnen kann. Neue Unternehmen benötigen Beschäftigte, Ausbildungsangebote, Zulieferer, Dienstleistungen, Verkehrsverbindungen, Energie, digitale Infrastruktur und Wohnraum. Von einer erfolgreichen Entwicklung können deshalb grundsätzlich auch Menschen und Unternehmen in Strasburg, Jatznick, Viereck, Löcknitz, Penkun, Rothenklempenow, Ramin oder anderen Orten des Wahlkreises profitieren.
Offizielle Informationen zum zweiten Bauabschnitt veröffentlicht das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit: Industriepark Berlin-Szczecin – Förderung des zweiten Bauabschnitts.
Gute Arbeit ist mehr als die Zahl neuer Stellen
Bei regionaler Wirtschaftspolitik ist die reine Anzahl neuer Arbeitsplätze nur eine Kennzahl. Für die Menschen im Wahlkreis ist ebenso wichtig, welche Qualität diese Arbeitsplätze haben. Entscheidend sind unter anderem Einkommen, Beschäftigungssicherheit, Weiterbildungsmöglichkeiten, berufliche Entwicklung und die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie.
Auch die Frage der Erreichbarkeit spielt eine Rolle. Ein Arbeitsplatz in Pasewalk hilft einer Beschäftigten aus einem kleineren Dorf nur dann dauerhaft, wenn Arbeitszeiten und Verkehrsangebote miteinander vereinbar sind oder andere zuverlässige Mobilitätsmöglichkeiten bestehen. Deshalb lässt sich Wirtschaftspolitik in einem ländlichen Wahlkreis nicht von Mobilität und Daseinsvorsorge trennen.
Ausbildung und Fachkräfte als Schlüssel
Neue Unternehmensansiedlungen erhöhen den Bedarf an qualifizierten Beschäftigten. Für Wahlkreis 36 stellt sich deshalb die Frage, wie Schülerinnen und Schüler frühzeitig über Ausbildungswege und berufliche Möglichkeiten in der Region informiert werden können.
Eine wichtige Aufgabe besteht darin, Schulen, Berufsausbildung, Betriebe und wirtschaftliche Entwicklung stärker miteinander zu verbinden. Wenn junge Menschen erkennen können, welche beruflichen Perspektiven in ihrer Heimatregion entstehen, kann dies dazu beitragen, dass sie auch nach Schule oder Ausbildung eine Zukunft vor Ort sehen.
Gleichzeitig ist Fachkräftegewinnung nicht allein eine Bildungsfrage. Menschen entscheiden sich auch danach für oder gegen eine Region, ob sie dort geeigneten Wohnraum, Kinderbetreuung, Schulen, medizinische Versorgung, Freizeitangebote, digitale Infrastruktur und funktionierende Verkehrsverbindungen finden.
Die Lage zwischen Berlin und Szczecin
Der Name Industriepark Berlin-Szczecin verweist bereits auf einen wichtigen Standortfaktor. Pasewalk liegt zwischen zwei großen Wirtschaftsräumen. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums verfügt der Industriepark über Anbindungen an die Bundesstraßen B 104 und B 109 sowie an die Autobahn A 20. Hinzu kommt eine Schienenanbindung.
Besonders relevant ist die Nähe zu Polen und zur Metropolregion Szczecin. Für Unternehmen kann die Grenzlage Möglichkeiten bei Absatzmärkten, Kooperationen und Fachkräften eröffnen. Für den Wahlkreis stellt sich damit die Frage, wie wirtschaftliche Entwicklung auf beiden Seiten der Grenze stärker miteinander verbunden werden kann.
Dies betrifft nicht nur große Industrieunternehmen. Auch Handwerk, kleinere und mittlere Unternehmen, Dienstleistungsbetriebe, Gastronomie oder regionale Produzenten können von einer wirtschaftlich starken Grenzregion profitieren.
Auch bestehende Unternehmen im Blick behalten
Große Ansiedlungsprojekte erhalten verständlicherweise öffentliche Aufmerksamkeit. Wirtschaftspolitik darf jedoch die bereits vorhandenen Betriebe nicht aus dem Blick verlieren. Viele Arbeitsplätze in ländlichen Regionen befinden sich in mittelständischen Unternehmen, Handwerksbetrieben, Landwirtschaft, Handel, Pflege, sozialen Einrichtungen und Dienstleistungen.
Deshalb ist eine wichtige regionale Frage, wie Investitionen in einen großen Industriepark gleichzeitig mit Bedingungen verbunden werden können, von denen die bestehende Wirtschaftsstruktur profitiert. Dazu gehören beispielsweise gute Verkehrswege, schnelles Internet, verfügbare Gewerbeflächen, ausreichende Energieversorgung und unbürokratische Verwaltungsabläufe.
Wirtschaft und Lebensqualität gehören zusammen
Unternehmen benötigen nicht nur Flächen und Verkehrswege. Sie benötigen Menschen. Und Menschen entscheiden sich für einen Wohn- und Arbeitsort nach der gesamten Lebensqualität. Deshalb hängen wirtschaftliche Entwicklung, Familienfreundlichkeit und öffentliche Infrastruktur eng zusammen.
Wenn im Raum Pasewalk zusätzliche Arbeitsplätze entstehen, können damit beispielsweise auch Anforderungen an Wohnungen, Kitas, Schulen und Mobilitätsangebote wachsen. Erfolgreiche Wirtschaftspolitik muss diese Entwicklung frühzeitig berücksichtigen.
Genau deshalb ist der Industriepark nicht nur ein Wirtschaftsthema. Er ist zugleich ein Beispiel dafür, wie eine größere Investition viele weitere politische Bereiche beeinflussen kann.
Frage an Bettina Martin
Welche konkreten politischen Maßnahmen hält Bettina Martin für notwendig, damit die weitere Entwicklung des Industrieparks Berlin-Szczecin und anderer Wirtschaftsstandorte im Wahlkreis langfristig zu guten Arbeitsplätzen, Ausbildungsangeboten und möglichst hoher regionaler Wertschöpfung führt?
Was Bettina Martin selbst veröffentlicht hat
Für die sachliche Einordnung ist wichtig: Die grundsätzliche Stärkung der regionalen Wirtschaft sowie sichere und gut bezahlte Arbeitsplätze gehören zu Bettina Martins öffentlich genannten Schwerpunkten für die Landtagswahl 2026. Einzelne hier angesprochene Maßnahmen oder Detailfragen werden dagegen nicht automatisch als persönliche Forderungen der Kandidatin dargestellt.
Die aktuellen Angaben zu ihrer Kandidatur und ihren Schwerpunkten sind auf ihrer offiziellen Kandidatenseite veröffentlicht: Bettina Martin – Direktkandidatin 2026.
FAQ: Wirtschaft und Arbeitsplätze im Wahlkreis 36
Wo befindet sich der Industriepark Berlin-Szczecin?
Der Industriepark befindet sich in Pasewalk. Die Lage zwischen Berlin und Szczecin sowie die vorhandene Straßen- und Schieneninfrastruktur werden als wichtige Standortfaktoren beschrieben.
Was passiert 2026 beim Industriepark?
Das Land stellte im August 2026 rund 22 Millionen Euro für den zweiten Bauabschnitt bereit. Insgesamt sind dafür nach Angaben des Wirtschaftsministeriums rund 25 Millionen Euro Investitionen vorgesehen.
Wie groß ist die neue Fläche?
Für den zweiten Bauabschnitt werden rund 100 Hektar genannt. Diese sollen für weitere Unternehmens- und Industrieansiedlungen erschlossen werden.
Wie viele Arbeitsplätze gibt es dort?
Das Wirtschaftsministerium nennt im August 2026 rund 700 vorhandene Arbeitsplätze und eine Perspektive von bis zu etwa 1.000 Arbeitsplätzen am Standort.
Warum ist das Projekt für andere Gemeinden relevant?
Arbeitsplätze, Ausbildung, Zulieferbeziehungen und Dienstleistungen enden nicht an kommunalen Grenzen. Auch Beschäftigte oder Unternehmen aus anderen Teilen des Wahlkreises können von einer positiven Entwicklung profitieren.
Ist der Industriepark ein persönliches Projekt Bettina Martins?
Die staatliche Förderung und Erschließung des Industrieparks sind öffentliche Projekte. Bettina Martin nennt die Stärkung der Wirtschaft und gute Arbeitsplätze als politischen Schwerpunkt. Daraus wird jedoch nicht abgeleitet, dass jede einzelne Maßnahme des Industrieparks ihr persönliches Projekt oder Versprechen sei.
Welche weiteren Faktoren sind für wirtschaftliche Entwicklung wichtig?
Neben Gewerbeflächen gehören unter anderem Fachkräfte, Ausbildung, Verkehr, Glasfaser, Energieversorgung, Verwaltung, Wohnraum sowie familienfreundliche Strukturen zu den Rahmenbedingungen eines attraktiven Wirtschaftsstandortes.
Offizielle Quellen:
Land Mecklenburg-Vorpommern – Industriepark Berlin-Szczecin, 21.08.2026
Bettina Martin – Kandidatur und veröffentlichte Schwerpunkte 2026

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